Chinese Geschichte und Gesellschaft
Urgeschichte
Der Homo erectus lebte schon vor über einer Million Jahren in China. Den Beweis dafür liefert der in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts entdeckte Pekingmensch.
Der Homo erectus lebte schon vor über einer Million Jahren in China. Den Beweis dafür liefert der in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts entdeckte Pekingmensch.
China war eines der ersten Länder, das im Gebiet des Gelben Flusses ein Wirtschafts- und Handelswesen betrieb. Bereits vor 5000 bis 6000 Jahren betrieben Menschen hier Ackerbau und Viehzucht und entstanden erste Siedlungen.
Altertum
Die Xia-Dynastie gilt als die erste Dynastie in der chinesischen Geschichte. Sie entstand vor etwa 4000 Jahren. Man weiß aber nicht sehr viel über sie und einige bezweifeln sogar ihre Existenz. Die zweite Dynastie, die Shang-Dynastie, ist schon besser bekannt und dauerte am längsten. Sie hatte insgesamt 31 Könige. Die Zhou-Dynastie, die Frühlings- und Herbstperiode und die Zeit der Streitenden Reiche, in der die sieben mächtigsten Staaten die kleineren Staaten eroberten und annektierten.
Kaiserzeit
Die Qin-Dynastie begründete das Kaiserreich China. Während dieser Dynastie wurde auch der Bau der 5000 km langen Großen Mauer begonnen. Die Mauer besteht aus vier Teilmauern, die während der Han-, Sui-, Jin- und Ming-Zeit errichtet wurden.
Die Yuan-Dynastie war die erste Dynastie, die über ganz China herrschte. Ihre Hauptstadt war Peking. Die Opiumkriege begannen 1840 zur Zeit der Qing-Dynastie, nachdem die Chinesen den Handel mit Opium verboten hatten, mit dem die Engländer China beglücken wollten. Mit dem Vertrag von Nanjing 1842 wurden dem Kaiserhaus die westlichen Handelsinteressen aufgezwungen und China musste u. a. die Hongkong an England abtreten.
Moderne Geschichte
Zu Beginn des Zwanzigsten Jahrhunderts spielten politische Persönlichkeiten wie Sun Yat-Sen, Chiang Kai-shek und Mao Zedong eine wichtige Rolle in der Schaffung der Volksrepublik China. Während des Langen Marsches konnte sich Mao Zedong als Anführer der kommunistischen Partei durchsetzen, die nach der Kapitulation Japans in nur wenigen Jahren fast das ganze Land beherrschte. Am 1. Oktober 1949 wurde die Volksrepublik China ausgerufen.
Gesellschaft und Kultur
Die chinesische Kultur ist mit ihrer 5000 Jahre alten Geschichte besonders reichhaltig. Obwohl China die größte Bevölkerung der Welt hat, bilden die Chinesen ein ziemlich einheitliches Volk. Sprache, Küche und Denken sind in ganz China mehr oder weniger identisch.
Die chinesische Kultur kann man aber auch im eigenen Land erleben, denn viele Chinesen haben sich in anderen Ländern niedergelassen. Das charakteristische Kunsthandwerk, die typische Küche, die Kampfkunst, Feng Shui, Musik und Tanz, selbst die Architektur Chinas findet man fast überall.
Traditionelle chinesische Bekleidung wird auch heute noch zu feierlichen Anlässen und überschwänglich zelebrierten Festen getragen. Das chinesische Neujahrsfest, das Laternenfest und das Drachenbootrennen sind nur einige der zahlreichen Feste, bei denen chinesische Kalligrafie und rote Papierschnitte Häuser schmücken und Feuerwerke, Musik und Tanz aufgeführt werden. Obwohl zu diesen Festen immer sehr viele Besucher kommen, bieten sie eine ausgezeichnete Gelegenheit, Chinas Kultur aus nächster Nähe kennenzulernen.
Religion
Die Hauptreligionen Chinas sind Buddhismus, Taoismus, Islam und Christentum.
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