8 Tipps für einen entspannten Langstreckenflug

Weißt Du, in welchem Land sich die Einwohner untereinander nach Ihrem heimischen Vogel "Kiwi" rufen? Richtig, in Neuseeland. 
 
Das Land bietet nicht nur aufregende Nationalparks, traumhafte Strände und eine einzigartige Ruhe, sondern liegt mit einem rund 23-stündigen Flug von Frankfurt auch relativ am anderen Ende der Welt. Leider dämpfen diese drastischen Flugstrecken oft die Vorfreude auf die zu erwartende Erholung. Selbst für Langstrecken-Champions ist dies eine ordentliche Hausnummer und nicht so einfach zu bewältigen.
 
Etliche Gedanken und Fragen schießen einem da durch den Kopf, wie zum Beispiel "soll ich einfach durchschlafen?" oder "habe ich genügend Unterhaltung eingepackt?" All diese Fragen haben jetzt ein für alle Mal ein Ende. Wir haben die besten Tipps für Dich zusammengestellt, damit die Zeit auf deinem nächsten Langstreckenflug sprichwörtlich wie im Flug vergeht!

Vorbereitung Langstreckenflug

1. Was ziehe ich an

Bequeme Kleidung, in der Du Dich reibungslos bewegen kannst, ist ein Muss. Am besten keine zu enge Hose, die in den Bauch kneift, ein Gürtel ist auch eher suboptimal. Schuhe, aus denen Du Dich jederzeit befreien kannst, sind gut geeignet, da deine Füße während so eines langen Fluges dazu tendieren könnten anzuschwellen. Gemütliche Jacken, in die Du Dich während des Schlafens reinkuscheln kannst, sind ebenfalls praktisch.

Tipp: Nehme zusätzlich immer noch ein paar dicke Socken mit, die du während des Fluges über die normalen Socken anziehen kannst. So gibt es keine kalten Füße und du kannst damit gemütlich im Flieger rumlaufen bzw. auf die Toilette gehen.

2. Handgepäck

Kurz und knapp gefasst: Alles Lebenswichtige muss natürlich in das Handgepäck. Ob Rucksack, Handtasche oder Koffer sind je nach Komfort jedem selbst überlassen. Bei Größe und Gewicht des Handgepäcks haben die Airlines verschiedene Vorgaben. Also vorher unbedingt in den Flugunterlagen nachschauen, wie groß und schwer der Rucksack, die Tasche oder der Koffer sein dürfen.

  • Ein extra Kissen
  • Klamotten zum Wechseln (eine Wohltat beim Stopover oder Lebensretter, wenn der Koffer verloren gegangen ist)
  • Dicke Socken
  • Schal gegen die Klimaanlage im Flieger und zum über den Kopf legen für einen ruhigen Schlaf
  • Oropax und eine Schlafbrille
  • Wichtige Medikamente
  • Geldbeutel
  • Sonnenbrille
  • Leere Wasserflasche
  • Ein kleiner Snack und Kaugummi (der hilft gegen Druck auf den Ohren)
  • Taschentücher
  • Kamera inkl. Ladekabel
  • Smartphone inkl. Ladekabel
  • Lesestoff
  • Notizbuch und Stift
  • Kulturbeutel mit dem Nötigsten zum frisch machen (Achtung ins Handgepäck dürfen nur Flüssigkeiten bis max. 100ml Größe und davon nur max. zehn Stück). Feuchtigkeitscreme und Lippenpflege sind bei der trockenen Flugzeugluft immer zu empfehlen. Bei Deo Spray ist allerdings Vorsicht geboten. Der Nebel des Sprays wirkt auf die Rauchmelder in den Toilettenkabinen ähnlich wie Rauch und kann den Alarm auslösen.
  • Kopfhörer
  • Reiseunterlagen und Reisepass

Tipp: Vorsicht, nicht zu viel einpacken. Die Wege an den Flughäfen sind oft lang und da kann eine schwere Tasche schnell anstrengend werden.

3. Den richtigen Sitzplatz auswählen

Die Wahl des Sitzplatzes will gut überlegt sein. Sitze am Notausgang punkten mit viel Beinfreiheit, aber dafür sind sie in der Nähe der Toiletten bzw. der Küche und dort wird es gerne mal laut. Ein Sitzplatz am Fenster bietet eine tolle Aussicht, allerdings muss jedes Mal der Sitznachbar gestört oder gar geweckt werden, wenn man aufstehen möchte. Am Gangplatz fehlt dagegen die schöne Aussicht, aber zum Aufstehen muss kein Sitznachbar belästigt werden. Und in der Mitte sitzen, ist meistens doof.

Der richtige Sitzplatz hängt also stark mit der persönlichen Präferenz zusammen.

Wer will, kann sich auch gerne seinem Sitznachbar vorstellen, um so ein angenehmes Miteinander zu schaffen. Oftmals ist dies auch der Beginn einer wundervollen Freundschaft.

Tipp: Auf den Sitzplätzen in der Mitte des Flugzeuges (auf Höhe der Tragflächen) ist das Flugzeug übrigens am ruhigsten und Turbulenzen sind dort weniger zu spüren.

Tipps für den Langstreckenflug
© Photo by Bambi Corro on Unsplash

4. Jetzt schon an morgen denken

Die Uhrzeit schon zu Beginn des Fluges auf die Zeit der Zieldestination einstellen, das wirkt dem Jetlag entgegen.

5. Das richtige Essen

Für Vegetarier, Veganer, Allergiker oder Leute mit Unverträglichkeiten kann ein langer Flug schnell zu einer ewigen Hungerstrecke werden. Mit ein wenig Vorbereitung ist das aber kein Problem. Fast alle Airlines bieten eine große Auswahl an Spezialmenüs an und da ist für jeden Sonderwunsch sicherlich das richtige Essen dabei. Dabei zu beachten ist auf jeden Fall, nicht erst im Flieger nach den Spezialmenüs fragen, denn spezielle Mahlzeiten müssen spätestens 24 Stunden vor planmäßigem Abflug bestellt werden. Also bestenfalls habt Ihr Euch Euer Wünsch Menü direkt nach der Buchung gesichert.

Ganz viel Wasser trinken. Da viele Airlines immer nur kleine Plastikbecher mit Wasser austeilen, empfiehlt es sich, eine kleine Plastikflasche mitzunehmen. Die leere Flasche schafft es durch die Sicherheitskontrolle und kann anschließend aufgefüllt werden.

6. Bewegung

Das lange Herumsitzen fördert eine Reisethrombose. Um das zu verhindern, ist Bewegung, das A und O. Also immer mal wieder einen Spaziergang durch das Flugzeug tätigen um somit, die Wadenmuskulatur durch kreisende und streckende Bewegung zu aktivieren.

7. Stopover sinnvoll nutzen

Auf dem Weg ans andere Ende der Welt bleibt ein Stopover nicht aus. Sollte der Stopover mehrere Stunden andauern, wäre dies eine großartige Gelegenheit, um einen kleinen Tagesausflug einzubauen. Aber auch wenn der Stopover nur ein paar Stunden dauert, kann dieser bei so einem langen Flug eine Wohltat sein. Frische Luft schnappen (viele Airports haben eine Terrasse), sich bewegen und frisch machen.

Kleiner Tipp am Rande: Bei längeren Aufenthalten lohnt sich der Besuch in einer Lounge. Dort gibt es Essen & Getränke, bequeme Sessel für ein Schläfchen, WLAN, Strom und saubere Duschen und Toiletten. Je nach Ticket ist der Zugang für die Lounge schon integriert oder kann dazu gebucht werden. Einfach bei der Buchung nachfragen.

8. Unterhaltung & Zeitvertreib

Für den Zeitvertreib der ersten Stunden sorgen oftmals die spannenden Filme an Bord. Eigene Kopfhörer sind ein Muss, da die Kopfhörer der Airlines oftmals nicht gut sitzen und unbequem sind.

Allerdings sind noch nicht alle Airlines mit einem Entertainment Programm ausgestattet, das es auch jedem Passagier erlaubt sein eigenes Programm anzuschauen. Also lieber vorher schon mal online informieren, wie das Bordprogramm aussieht und immer noch eigene Unterhaltung mitnehmen (Musik, Zeitschriften, Tablet mit Filmen oder Spielen und ein spannendes Buch). Ladekabel nicht vergessen. Die meisten Airlines haben mittlerweile Steckdosen oder einen USB-Anschluss, mit dem Smartphones und Tablets ebenfalls aufgeladen werden können.

Der Hinflug eignet sich außerdem perfekt, um den Reiseführer genauer zu studieren und so die Vorfreude noch mehr zu steigern. 

Auf dem Rückflug oder bei Flügen zwischendurch kann direkt mal das Fotomaterial gesichtet und eventuell schon bearbeitet oder auf den Laptop gezogen werden. So sparst Du Dir einiges an Zeit, wenn Du wieder Zuhause bist und kannst Deine Erinnerung umso schneller mit Deinen Liebsten teilen.

Unsere Tipps haben Dich angefixt und Du willst weiter weg? Dann findest Du hier deinen günstigen Flug nach Neuseeland!